Initiative für Vielfalt und Demokratie
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Vielfalt in Altenstadt

Friedenswache #StandwithUkraine in Altenstadt

Der neu gegründete Verein Initiative für Vielfalt und Demokratie in Altenstadt hatte zur Friedenswache #StandwithUkraine eingeladen. Rund 120 Bürgerinnen und Bürgern nahmen teil und bekundeten so ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine.

Sven Müller-Winter, Vorsitzender der Initiative, freute sich sehr über die Vielzahl der Teilnehmenden und über viele Gastredner, die dem Aufruf zur Friedenwache gefolgt waren. Die Hessische Staatsministerin Lucia Puttrich war ebenso zugegen, wie auch zahlreiche Vertreter/-innen aus den politischen Gremien in Altenstadt, unter ihnen Werner Zientz, 1. Beigeordnete der Gemeinde Altenstadt, in Vertretung von Bürgermeister Norbert Syguda.

Die Friedenswache wurde von Vertretern der christlichen Kirchen in Altenstadt mit einem gemeinsamen Gebet und einer Schweigeminute eröffnet. Werner Zientz berichtete im Anschluss über die ersten ukrainischen Flüchtlinge in Altenstadt und die laufende Spendenaktion, welche von engagierten Höchster Bürgerinnen und Bürgern ins Leben gerufen wurde. Dominik Kessler, Initiator der Spendenaktion, drückte gemeinsam mit Ann Müller in seiner Rede seine Dankbarkeit für die Vielzahl an Spenden aus.

ViA_2022-03-07a.jpg Lucia Puttrich knüpfte in ihrem Redebeitrag ebenfalls an die überwältigende Spendenbereitschaft und die Vielzahl an Kundgebungen in ganz Deutschland an. „Sie würde oft gefragt, was bzw. ob eine Friedenswache tatsächlich etwas bringen würde“, so Lucia Puttrich. „Diese Frage könne sie mit einem eindeutigen JA beantworten. Die Menschen in der Ukraine bekommen mit, dass uns ihr Schicksal nicht egal ist und der von Putin angezettelte Krieg absolut haltlos und ungerechtfertigt ist.“

Auch Anke Nitzl, stellvertretende Vorsitzende der Initiative für Vielfalt und Demokratie in Altenstadt, bestätigte, dass die vielen Friedenkundgebungen in der Ukraine „ankommen“. Sie verlas einen Brief einer ukrainischen Mitbürgerin, die um ihre Familie in Charkiw bangen muss und um Spenden an erfahrende Hilfsorganisationen bat. Eindrucksvolle, bewegende Worte, die niemanden kalt ließen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen der Bitte um Spenden eindrucksvoll nach. Rund € 1.000 wurden an diesem Abend eingesammelt; ein beachtlicher Betrag, der am darauffolgenden Tag um weitere € 500 durch die Spende der evangelischen Martin-Luther-Gemeinde erhöht wurde. Die Organisatoren der Friedenswache verständigten sich in ihrer letzten Sitzung darauf, € 500 an die Aktion Hessen hilft e.V. zu übergeben. Das restliche Geld soll für die Versorgung der Flüchtlinge genutzt werden, die es alsbald in Altenstadt zu versorgen gilt.

ViA_2022-03-07c.jpg Der Krieg in der Ukraine beschäftigt auch viele junge Menschen. Luca Werner, Schulsprecher der Limesschule in Altenstadt, berichtete von der geplanten Aktion „Gemeinsam für die Ukraine“, die zwischenzeitlich angelaufen ist (Details unter: https://limes.schule).

Als die Veranstaltung schon fast vorbei war, fasste sich ein Jugendlicher aus den Zuschauerreihen ein Herz und griff zum Mikrophon. Auch er zeigte sich bestürzt über das Kriegsgeschehen, fragte allerdings zurecht, warum nicht auch bei anderen Kriegen wie bspw. zuletzt in Syrien, die Menschen auf die Straße gehen, demonstrieren, Friedenswachen organisieren und eine große Spendenbereitschaft an den Tag legen?

Eine berechtigte Frage, die am Ende unter den Teilnehmern noch vielfach diskutiert wurde.